Bericht über eine RH - Prüfung in der OG Lehrte

 

                                                                Bericht u. Foto: Erich Lechner  

Unter extrem schwierigen Voraussetzungen stellten wir: 3xSK, 2xBH, 1xRH1-T, 2xRH1-FL, 2xRH2A-T und  2xRH2A-FL

Die Herausforderung war groß und das Flächen- und Trümmergelände höchst Anspruchsvoll !

Am Sonntag den 15.11.2015 um 08:00 trafen wir uns in unserer SV-Ortsgruppe in Lehrte um die letzten Prüfungsvorbereitungen durchzuführen. Frühstück wurde hergerichtet, Mittagessen vorbereitet, Flächenmarkierungen angebracht und erforderliche Gerätschaft in Stellung gebracht.

Pünktlich 09:00 konnten wir unseren RH2-LR: Heiko Christian Grube begrüßen und alle wussten wir, es wird ein langer Tag. Es regnete in Strömen, was uns aber nicht hindern sollte sofort mit der BH zu beginnen. Sabrina Biermann und Kathi Hauss machten ihre Hunde warm, traten an zur Wesenskontrolle, liefen eine tolle Unterordnung und konnten diese als bestanden mit freudig lächelndem Gesicht verlassen.                                      

Bereits etwas durchnässt ging es zum Frühstück und zur Sachkunde. Auch diese wurde von unserer Karin Bothe, Martina Langner-Kobbe und Petra Hieke hervorragend bestanden. Auch wenn man eng zusammen saß wurde im Vorfeld fleißig gelernt und so spielte es auch keine Rolle, dass unterschiedliche Fragebögen vom LR Heiko Grube ausgeteilt wurden. Gestärkt und etwas aufgewärmt begab man sich in die Fläche. LR Heiko Grube durchstreifte mit seinem eigenen DSH das Suchgebiet, teilte die Versteckpersonen ein und erfreute sich an der anspruchsvollen Fläche.

Trotz sich ständig änderten Windverhältnissen und noch immer starkem Regen meisterten beide RH1- und RH2-Teams die Anforderungen. Alle Versteckpersonen wurden gefunden und durch dauerverbellen angezeigt. Die Hunde suchten frei, gingen tief ins Gelände und trotzten den schlechten Witterungsbedingungen. Alle RH-Teams zeigten eine gute Leistung welche auch von Heiko Grube mit der entsprechenden Punktzahl belohnt wurde.

Ohne Rast und Ruh begaben wir uns nun in das nahegelegene Trümmergebiet. Gummistiefel und Helm waren Pflicht um überhaupt das Gelände betreten zu können. Teilweise waren die Wege mit Wasser überflutet und glichen einem Stausee, die meterhohen Trümmer fungierten als Dämme, in denen die Versteckpersonen ihre Positionen einnahmen. Aber auch hier zeigten sich die RH-Teams unbeeindruckt und konnten diesen Teil der Prüfung teilweise sogar mit “V” abschließen, was unter den extremen Bedingungen eine super TOP Leistung war.

Wieder in der Ortsgruppe wurden nun die nassen Kleider gewechselt und von unseren Küchendamen das Mittagessen verabreicht. Draußen stürmte es, der Regen peitschte an die Vereinsfenster und die Lust an Unterordnung und Gewandtheit nahm ab.

Bis jetzt hatten alle RH-Teams eine tolle Leistung gezeigt, diese sollte auch beibehalten werden. Motiviert von unserer Spezialbeauftragten im RHW und Ausbildungswart Nicole Lechner ging es in die letzte Runde. Die Teams liefen noch einmal zur Höchstform auf, zeigten gute Unterordnungen und präzise Gewandtheit auf den rutschigen Geräten. Aber unverhofft kommt oft, dass Wetter wurde nicht besser und so verabschiedete sich ein Hund aus der übernässten Ablage, ein weiterer Hund fing Streit im Gruppenteil an, sodass am Ende des Tages zwei RH-Teams die Prüfung nicht bestehen konnten. Ein weiteres RH2-Team mit vorzüglich und 192 Punkten in der Trümmersuche, musste leider wegen Verletzung des Hundes die Prüfung abbrechen.

Zum guten Schluss absolvierte man noch den zur BH gehörenden Verkehrsteil und begab sich mit bereits beginnender Dunkelheit ins Vereinsheim. Bei Kuchen und Kaffee plauderte man über die Extreme der Prüfung, während der LR und Prüfungsleiter sich den einzutragenden Papieren widmeten.

Alles in allem  eine höchst anspruchsvolle Prüfung bei und mit den "Lehrter Rettungshunden" !

Erwin Lechner

Teilnehmer der Prüfung

 

 

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